Wir feiern wieder Gottesdienst!

Seit geraumer Zeit feiern wir wieder Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde. Den aktuellen Pfarrbrief finden Sie hier und auf dieser Homepage unter "Kirchengemeinden - Pfarrnachrichten - 2020".

Ich möchte Sie sehr darum bitten, folgende wichtige Regeln weiterhin einzuhalten:

  • Halten Sie stets ausreichenden Abstand von 2 Metern zu anderen Personen.
  • Der Eingang und Ausgang zu den Gottesdiensten in unserer Kirche erfolgt durch das Hauptportal. Tragen Sie einen Mundschutz beim Eintreten und Verlassen der Kirche. Während des Gottesdienstes darf der Mundschutz abgenommen werden.
  • Bitte notieren Sie schon zu Hause Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer auf einen Zettel und werfen Sie diesen beim Eintreten in die Kirche in eine Box. Dies dient der Rückverfolgung evtl. Infektionsketten. Die Zettel werden nach 21 Tagen vernichtet.
  • Bitte bringen Sie Ihr eigenes Gotteslob mit.
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände im Eingangsbereich der Kirche. Desinfektionsspender sind vorhanden.
  • Nehmen Sie nur an den ausgewiesen Stellen Platz. Ordner sind Ihnen bei der Platzwahl behilflich. Familien dürfen natürlich zusammensitzen.
  • Wenn Sie husten oder niesen müssen, dann bitte in ein Taschentuch oder in die Armbeuge.
  • Grundsätzliches zur heiligen Eucharistiefeier: Es wird zu Anfang und zum Schluss ein kurzes Lied aus dem Gotteslob gesungen. Sonst werden nur kurze Liedverse oder meditative Orgelklänge den Gottesdienst mitgestalten. Die hl. Kommunion wird wie folgt gespendet: Die jeweiligen Seitenschiffe werden zum Kommuniongang aufgerufen. Der Priester legt die geweihte Kommunion auf eine Patene, von der Patene aus wird die Kommunion dann in die Hände des Gläubigen gegebenen. So findet eine direkte Berührung nicht statt. Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern zur Kommunion gehen. Kleinere Kinder erhalten einen Segen ohne Kontakt.
  • Kollektenkörbe werden nicht herumgereicht, sondern stehen am Ausgang für Spenden bereit.
  • Die Toilette in der Sakristei bleibt aus hygienischen Gründen geschlossen.

Es kommt also auf Ihre Kooperation an: Wenn jeder für sich sorgt, ist für alle gesorgt.

Pfarrer Bernhard Horstmann

 

Hochfest Allerheiligen und Gräbersegnung

Die Andacht zu Allerheiligen findet in diesem Jahr in Sögel am Sonntag, 01. November 2020, um 16.00 Uhr unter freiem Himmel auf dem Friedhof (freie Rasenfläche links der Friedhofskapelle) statt. Anschließend werden die Gräber gesegnet. Aus gegebenem Anlass werden wir die Gräbersegnung in diesem Jahr etwas anders gestalten müssen.

In dieser Corona-Zeit ist das Augenmerk der Gräbersegnung vorrangig auf Trauernde gelegt, die ihre lieben Angehörigen in den vergangenen 12 Monaten verloren haben.

Daher haben wir diese Trauerfamilien der Pfarreiengemeinschaft gesondert zur Gräbersegnung eingeladen. Ihnen gilt der Vorrang.

Auch ist der Ablauf der Gräbersegnung nicht wie sonst; hierzu folgende Hinweise und Regeln:

Bitte notieren Sie schon zu Hause Ihren Namen, Anschrift und Ihre Telefonnummer auf einen Zettel und werfen Sie diesen beim Betreten des Friedhofes in eine bereitgestellte Box. (Dies dient der Rückverfolgung von Infektionsketten. Die Zettel werden nach 21 Tagen wieder vernichtet.)

Desinfizieren Sie Ihre Hände. Tragen Sie während des gesamten Aufenthaltes auf dem Friedhof einen Mund-/Nasenschutz.

Begeben Sie sich bitte alle auf die Andachtsfläche. Es ist nicht gestattet, sich vor oder während der Andacht an die Gräber zu stellen. Bitte bringen Sie ein eigenes Gotteslob mit.

Überlegen Sie sich bitte, ob Sie nicht besser zu einem späteren Zeitpunkt die Gräber Ihrer lieben Verstorbenen besuchen können und nicht im Anschluss an die Andacht, um so entspannter ein Gebet für Ihre Verstorbenen zu sprechen. Sie können sicher sein, dass alle Gräber gesegnet werden.

Wenn Sie die Grabstätten im Anschluss der Andacht besuchen wollen, gelten folgende Auflagen des Ordnungsamtes:

Neben den allgemeinen Corona-Regeln (Abstandsregelung und Mund-/Nasenbedeckung) dürfen am Grab nur bis zu 10 Personen aus 2 Haushalten stehen.

 

Renovierung unserer St. Jakobus Pfarrkirche - Fotos der Bauphase

Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, darunter auch unsere rumänischen Mitbürger, haben - neben den Gewerken - bei den Renovierungsarbeiten unserer St. Jakobus Kirche kräftig mit angepackt. Vom Einhausen des Altars, Ambos und der Kreuzgruppe, bis zum Entfernen und Wiederaufstellen der Kirchenbänke, Reinigung von Bildern, Kerzenständern und Kronleuchter, Putzen vorm Wiedereinzug und vieles mehr. In vielen Stunden haben sie durch ihr ehrenamtliches Engagement geholfen, die Kosten für die Renovierung zu reduzieren.

Während der Bauphase haben wir in unserer Kirche Gottesdienste gefeiert, es gab Konzerte und Veranstaltungen . Auch hier waren immer fleißige Hände vor Ort, die für Auf- und Abbau gesorgt haben. Besonders unsere Katholische Jugend Sögel (KJS) hat fleißig mit angepackt.

Ihnen allen an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Vergelt´s Gott!

 

Feierliche Wiedereröffnung der St. Jakobus Pfarrkirche am 01. März 2020

„Ein Haus voll Glorie schauet“ sangen die Gottesdienstbesucher zu Beginn der Festmesse am 01. März zur Wiedereröffnung der renovierten St. Jakobus-Kirche in Sögel und brachten damit zum Ausdruck, was sie in ihrer jetzt deutlich helleren und freundlicheren Kirche fühlten. Das Interesse war so groß, dass auch der letzte der 450 Sitzplätze besetzt war und zusätzliche Klappbänke aufgestellt wurden. Umringt von 50 Kinder-, Väter- und Seniorenmessdienern sowie Fahnenabordnungen der Vereine standen Pfarrer Bernhard Horstmann, Pater Edmund Kesenheimer von den Kapuzinern, Pater Marius Matei von der rumänisch-orthodoxen Kirche sowie Diakon Michael Musolf am Altar. Vom Kirchenvorstand begrüßte Georg Sewerin die gut 600 Kirchenbesucher, die Vertreter von Rat und Verwaltung sowie den Architekten Gerd Janssen, den Lichtgestalter Mario Haunhorst und Thomas Plogmann vom Bistum Osnabrück. „Wir wären heute nicht hier, wenn nicht ehrenamtliche Hand-und Spanndienste im wahrsten Sinne des Wortes Hand in Hand gingen. 279 Bürgerinnen und Bürger, evangelische Mitchristen, zahlreiche Kirchenmitglieder der rumänisch-orthodoxen Kirche und keine Kirchenmitglieder haben 1554 Stunden ehrenamtlich seit Mai 2019 mitgeholfen“, verkündete Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dagmar Meyer. Für die Koordination dieses ehrenamtlichen Engagements gab es für Beate Hanekamp, Georg Lake, Sr. Dominika und Roswitha Hölscher einen besonderen Dank und einen Blumenstrauß von Pfarrer Horstmann. Lektorin Beate Hanekamp führte mit dem alten Psalm aus der Bibel „ Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ in das Thema des Gottesdienstes ein und sagte: „Es tun sich neue Wege auf, es wird vieles heller und in den Blick gelenkt“. Pfarrer Horstmann ging auf die Schwerpunkte der Kirchenrenovierung ein und sagte: „Mit der neuen Werktagskapelle, Pilgerkapelle und dem Kirchencafé wollen wir den heutigen Ansprüchen der Kirchgänger entgegenkommen“. Er sprach zudem von der Mühe, sich in der heutigen Welt zurechtzufinden und sagte: „Die Kirche ist ein Symbol, dass sie alles an geschichtlichen Stürmen überstanden hat.“ Die elektrische Tür öffne sich automatisch und selbstverständlich für alle Menschen, ob jung oder alt, gläubig oder nichtgläubig. Vor 149 Jahren wurde die jetzige Kirche eingeweiht. Architekt und Bauleiter war der in Sögel geborene Osnabrücker Dombaumeister Johann Bernhard Hensen. Nach der jetzt abgeschlossenen Außen- und Innensanierung könne bald mit der dritten Bauphase, dem Einbau der Orgel, begonnen werden, berichtete Horstmann.

Erste Eindrücke vom neuen Kirchenraum schilderten Vertreter der kirchlichen Gruppen. Kommunionhelferin Annika Helle sprach von atemberaubender und Atem schenkender Weite und Helligkeit. “Ich wünsche uns allen, dass die Weite und Helligkeit unseres neuen Kirchenraums auch unsere Herzen berührt, so dass wir eine lebendige Gemeinschaft werden, die Jesu frohe Botschaft weiterträgt“. Auch die im Gottesdienst neu aufgenommenen Kommunionkinder und Leonard Schute von der Katholischen Jugend drückten ihre Freude über den neuen Kirchenraum aus. Lichtgestalter Haunhorst ging indes auf die Bedeutung des Lichtes ein. “Licht ist ein Name Gottes, Licht bedeutet Leben“. Lektor Richard Pomberg sprach für die etwas ältere Generation. „Ich freue mich, dass ich die wunderbare Schönheit dieses Kirchenraumes erleben und genießen kann“. Er richtete sein Augenmerk auf drei Punkte: Zum einen auf die bemalten und frei stehenden tragenden Säulen, „die uns noch mehr als früher nach oben ziehen in den Himmel.“ Zum anderen auf die alten Wandreliefs der vier Evangelisten, „die wirklich elementaren Säulen des Glaubens“ und schließlich auf den Namenspatron St. Jakobus, „der seinen Platz in der neu errichteten Pilgerkapelle gefunden hat und uns darauf verweist, dass unser Leben als Pilgerweg mit Gott zu begreifen ist.“ Von „viel Leben in der Kirche“ während der Bauphase wusste indes Vatermessdiener Jürgen Jansen zu berichten. Die Kinder der Kinderkirche brachten ihre aus bunten Legosteinen gebastelte Kirche zum Altar. Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor und Minichor sowie vom Hannoveraner Ensemble Mangenta Brass (Blechbläserquintett) unter der Gesamtleitung von Dekanatskirchenmusiker Jörg Freese umrahmt. Den Schlusssegen gab es dann im festlich geschmückten Zelt auf dem Jakobus-Platz, wo die vielen Besucher zum großen „Mitbringbuffet“ und anschließendem Konzert des Blechbläserquintetts in der St. Jakobus-Kirche eingeladen waren. Dort bedankte sich Pastor Matthias Voss von der evangelischen Kirchengemeinde bei den Musikern aus Hannover und erteilte allen Zuhörern seinen Segen.

Text: Gisela Arling

Unseren Spendenaufruf finden Sie hier als PDF-Datei

 

Jugendmesse und Nacht der offenen Kirche "Baustelle - GLAUBE" in der St. Jakobus Kirche Sögel

Die „Baustelle Kirche und Glaube“ stand im Mittelpunkt der Jugendmesse in der sich noch in Renovierung befindlichen St. Jakobus-Kirche in Sögel. Ein außergewöhnliches Bild bot sich den Gottesdienstbesuchern beim Eintritt in dem von Baukübeln, Brettern, Absperrungen und Lichteffekten geprägten Kirchenschiff. Die Texte und Gebete der Jugendmesse nahmen die eindrucksvollen Bilder von der realen Baustelle auf. „Das Leben ist eine Baustelle“ hieß es dort unter anderem. Passende Lieder des Jugendchores unter der Leitung von Regionalkantor Jörg Christian Freese sorgten zudem für eine besondere Atmosphäre. Pastor Bernhard Horstmann sagte in seiner Predigt:“ Es geht nicht nur darum, dass ein Kirchenraum schön ist, sondern, dass er ein Ort ist, der mit Leben gefüllt ist, wo man Spiritualität auftanken kann für das Leben“. Neben dem Altar werde das geplante Kirchencafé in den nächsten 15 Jahren sicherlich ein wichtiger Raum der Begegnung sein. Auch für die vielen Pilger werde die kleine Pilgerkapelle ein wichtiger Ort des Innehaltens werden. Der rasante technologische Wandel und die schnelllebige Welt hätten in den vergangenen Jahren zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen geführt. Die Menschen seien auseinander gesplittet. „Wir müssen wieder zusammenrücken, uns nebeneinander aushalten und mal wieder innehalten“, predigte Horstmann, damit man mal wieder „Gänsehautmomente bekommt, wenn man mit ganzem Herzen und Freude zu Gott den Glauben spürt“. Beifall gab es am Ende auch von älteren Menschen, denen diese Form des Gottesdienstes sichtlich gut gefallen hatte. Im Anschluss an den Gottesdienst fand die von der Katholischen Jugend Sögel eindrucksvoll gestaltete „Nacht der offenen Kirche“ statt.

Text: Gisela Arling

 

Sögel. Die Katholische Kirchengemeinde Sankt Jakobus hat Interessierte im Rahmen der "Nacht der offenen Kirche" am Sanierungsfortschritt ihrer Kirche teilhaben lassen. Unter dem Titel "Baustelle - Glaube" lud die Katholische Jugend Sögel nach der Vorabendmesse in das außergewöhnliche Ambiente des Gotteshauses zu verschiedenen Workshops ein.

Bereits im Eingangsbereich der Kirche begrüßten die Gäste Baustellenwarnschilder, Absperrschranken und ein Umleitungsschild mit der Aufschrift „Ortsdurchfahrt Sögel gesperrt! Umleitung folgen!“. Der Umleitungsrundgang führte zu den verschiedenen Workshopstationen, an denen die Gäste unter anderem Sterne aus Ton oder Armbänder basteln konnten. Eine Briefstation lud dazu ein, sich selbst einen Brief zu schreiben. Viele Ecken der Kirche boten Raum zum Meditieren, Innehalten oder zum Austausch im Kirchencafé. Untermalt wurde die Nacht der offenen Kirche von meditativer Musik, Fotoshows auf Leinwänden und stimmungsvollen Lichtinstallationen. „Es ist toll, dass wir einen sehr gut besuchten Gottesdienst feiern konnten, obwohl wir nur Gartenstühle statt Kirchenbänke im Angebot hatten“, freute sich Pfarrer Bernhard Horstmann über die ungewöhnliche Situation. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen war es für viele Gäste interessant zu sehen, in welchem Zustand sich die Kirche zurzeit befindet. Die alte Orgel ist Horstmann zufolge ausgebaut und nach Polen verkauft. Der Einbau der neuen Orgel soll nach Pfingsten 2020 beginnen und ein halbes Jahr andauern. Aktuell finden in der Kirche Malerarbeiten statt. Im Anschluss werden Mitte Dezember die neuen Lampen eingebaut, die restliche Elektrik ist bereits fertiggestellt. Aufgrund des Fortschritts können die Gottesdienste zu Weihnachten, Silvester, Neujahr und den heiligen drei Königen bereits in der Sankt Jakobus-Kirche stattfinden. „Der Herr kam in einer Krippe zur Welt, dann können wir seine Geburt an Weihnachten auch auf einer Baustelle feiern“, sagte Horstmann.

Text: Marina Heller, Ems-Zeitung

 

Neuer Altar in der Friedhofskapelle

Damit bei einer Beerdigung das Requiem auch würdevoll in der Friedhofskapelle gefeiert werden kann, wurde als Gemeinschaftsprojekt der Kolpingkapelle Sögel-Stavern, basierend auf einen Entwurf von Hans und Beate Hanekamp, der Altar von Ludger Düttmann gebaut. Das Design entstand in Zusammenarbeit von Ludger Düttmann und Ehepaar Hanekamp.

Männerwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft um St. Jakobus Sögel

Früh aufstehen mussten die 15 Männer aus der Pfarreiengemeinschaft um St. Jakobus Sögel, die sich mit Pfarrer Bernhard Horstmann auf Männerwallfahrt begaben. Um 5.00 Uhr in der Früh trafen sie sich auf dem Jakobusplatz und fuhren zunächst mit dem Bus nach Spahnharrenstätte zur Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Dort erteilte Pastor Horstmann den Männern nach einem Morgenimpuls den Pilgersegen und sagte: “Mit dieser Wallfahrt wollen wir unseren Glauben nach innen und außen stärken. Eine Wallfahrt versteht sich immer als ein Miteinander des Gehens, Betens und Feierns, als ein Ort des „Auftankens“ im Glauben“. Danach begab sich die Männergruppe, mit Fackeln ausgestattet, zu Fuß auf dem Hümmlinger Pilgerweg von Spahnharrenstätte nach Sögel. An der Mariengrotte vorbei pilgerten sie abseits öffentlicher Straßen durch Wald, Feld, offener Flur und Heide und genossen die Ruhe in der traumhaft schönen Naturlandschaft. Sehenswert waren auch die Männige Berge, ein in der Heide liegendes Grabhügelfeld mit 62 gut erkennbaren Hügeln. Unterwegs gab es an verschiedenen Sinnbildsteinen und Wegkreuzen geistliche Impulse und Gesang mit Pastor Horstmann. Der Weg führte an den 10 Geboten und den Schlossteichen vorbei bis zur St. Jakobus-Kirche, die sich noch in der Renovierung befand. Dort wurde in dem bereits freigelegten Kapellenraum heilige Messe gefeiert. Auch die Männer, die nicht mitpilgern konnten, waren herzlich dazu eingeladen. Den Abschluss der Männerwallfahrt bildete ein gemütliches Beisammensein mit einem ausgiebigen Frühstück im Amtsbrunnen. „Es ist beeindruckend, durch die Landschaft zu gehen, wenn es langsam hell wird und die Natur erwacht. Man kann wunderbar abschalten vom Alltag, mal wieder zur inneren Einkehr kommen oder einfach die Naturerlebnisse genießen. Dafür hat sich das frühe Aufstehen gelohnt“, bemerkte ein begeisterter Teilnehmer.

Institutionelles Schutzkonzept

Missbrauch kann in verborgenen Ecken geschehen, wenn niemand registriert, wer sich mit wem trifft und was dann passiert. So war es früher. Jetzt aber sind die Menschen sensibilisiert. 1:1-Begegnungen im dunklen Jugendkeller dürfen nicht vorkommen. Alle Gemeinden im Bistum Osnabrück sind angewiesen, ein institutionelles Schutzkonzept zu erarbeiten, sich also zu fragen, wer in ihren Räumen ein und aus geht. Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene sollen sich in jeder Situation sicher fühlen können.“

Andrea Kolhoff, Kirchenbote Osnabrück

Auch unsere Kirchengemeinde wird solch ein Institutionelles Schutzkonzept erstellen. Ansprechpartnerin ist Gemeindereferentin Petra Macke.

 

Pfingstbrief der Mitarbeitervertretung "pastorale Dienste" des Bistums Osnabrück

Die Mitarbeitervertretung "pastorale Dienste" des Bistums Osnabrück hat folgenden Pfingstbrief veröffentlicht:

Pfingstbrief an die Kirche im Bistum Osnabrück
Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Der Hl. Geist war es, der in den ängstlich verschreckten Jüngern Jesu die Kraft und den Mut weckte, die Botschaft der Auferstehung in die Welt zu rufen und die Kirche zu gründen.
In diesem Geist arbeiten wir, die Mitglieder der Mitarbeiter*innenvertretung für die pastoralen Dienste im Bistum Osnabrück, in dieser Kirche.
Mit uns werden viele Kolleginnen und Kollegen, Diakone und Priester immer wieder mit den Themen „sexualisierte und spirituelle Gewalt“ sowie „Machtmissbrauch in unserer Kirche“ konfrontiert:
- ganz persönlich als Menschen, die sich für diese Institution engagieren
- als Christinnen und Christen, die mit einer Idee von Glauben und kirchlicher Gemeinschaft auf dem Weg sind
- als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich für diese Institution stehen und einstehen.
In vielen Begegnungen und Gesprächen erfahren wir von massivem Vertrauensverlust in die Institution Kirche. Wir erfahren von der Enttäuschung und der Wut darüber, dass gerade Menschen, die für eine moralische Instanz stehen, anderen solche Gewalt antun konnten. Wir erfahren von der Erschütterung und der Trauer, den Halt in der kirchlichen Gemeinschaft verloren zu haben.
Auch wir sind beschämt und wütend über das, was lange nicht ausgesprochen werden konnte und jetzt immer mehr zutage tritt: Die vielen Fälle und vielfältigen Formen sexualisierter und geistlicher Gewalt in unserem Bistum und der Kirche.

Wir sind beschämt und wütend über den Missbrauch von Macht und Verantwortung.
Wir sind beschämt, dass Menschen, die für die Kirche stehen, anderen Menschen nicht zum Leben gedient haben, sondern ihre Macht missbraucht haben und das Leben so vieler beschädigt und verletzt haben.
Wir sind beschämt über das Verhalten von Verantwortlichen in unserer Kirche in Bezug auf die vielen Fälle von Gewalt. Ihr Ziel war es, nur die Institution und die Tradition zu schützen. Die zerstörerischen Auswirkungen der Gewalt, die so vielen angetan wurde, wurden viel zu lange nicht oder zu wenig beachtet.
Breiten Raum nimmt innerhalb unserer Kirche die Diskussion darüber ein, welche Konsequenzen jetzt zu ziehen sind. Viele Menschen wünschen sich eine Erneuerung der Kirche, wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum Osnabrück auch.
• Wir stehen für eine Kirche, die begeistert ist vom Evangelium Jesu und die den Menschen dient.
• Wir stehen für eine Kirche, die sich mutig den Menschen und der Welt öffnet.
• Wir stehen für eine Kirche, die hinausgeht auf die Straßen und Plätze, auch und gerade an die Ränder der Gesellschaft.
• Wir stehen für eine Kirche, die auf die Menschen hört und sie verstehen will.
• Wir stehen für eine Kirche, in der Menschen mit all dem, was sie ausmacht und betrifft, unbedingt angenommen sind.
• Wir stehen für eine Kirche, in der Menschen offen miteinander sprechen können, ohne Über- oder Unterordnung, ohne Ausgrenzung, ohne Denkverbote und ohne Verurteilungen.
Deshalb laden wir alle Menschen in der Kirche von Osnabrück ein, sich mit uns stark zu machen für eine Kirche,…
... in der Menschen mutig Entscheidungen treffen und sie verantworten.
... die bestehende Traditionen und Verhaltensweisen kritisch anfragt, prüft und die guten Dinge behält.
... in der alle Ämter für Frauen und Männer in gleicher Weise offen stehen.
... in der Laien und Geweihte gleichberechtigt an der Leitung teilhaben.
... in der transparent mit Macht umgegangen wird und Rechenschaft darüber abgelegt wird.
... in der für Klerikalismus kein Platz ist.
... die in ihrer Sexuallehre die Menschen ernst nimmt und sich am Stand der Wissenschaft orientiert.
... in der haupt- wie ehrenamtlich Mitarbeitende verlässlich miteinander umgehen können.
Wenn Sie diesem Brief zustimmen und in die Liste der Unterzeichner*innen aufgenommen werden wollen, klicken sie bitte hier: https://seu2.cleverreach.com/f/225059-220892/
Den Pfingstbrief finden Sie auch hier: http://bit.ly/316qyEq
Die Mitarbeitervertretung „pastoraler Dienst“ (Sondervertretung gem. §23 MAVO)
Jutta Sievers (Vorsitzende)
Johannes Gebbe (Vorsitzender)
Rainer Gelhot
Achim Gövert
Maria Lückmann
Sebastian Mutke
Michael Randelhoff
Thomas Steinkamp
Michelle Van de Walle
Jürgen Veldboer
Helena Witschen-Schulze-Berndt

 

72-Stunden-Aktion der Kath. Jugend Sögel (KJS)

Während der 72-Stunden-Aktion der KJS in Sögel vom 23. bis 26. Mai 2019 wurde vor dem Hümmling Krankenhaus ein Kinderspielplatz und eine Mobilitätswand für Senioren errichtet. Die Pflasterung zum Eingang der Geriatrie wurde erneuert.

Im Innenhof des Hümmling Krankenhauses hat die KJS die Hälfte der Fläche komplett umgestaltet: entrümpelt, Hochbeete gesetzt, Sitzmöbel gebaut und einen neuen Zaun aufgestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Unser Dank geht an alle Mitwirkenden, besonders an die Gruppenleiter unserer KJS, sowie an alle Sponsoren, die diese tolle Aktion unterstützt haben.

Ein herzliches Vergelt´s Gott!

 

Vätermessdiener verpflichtet

Sie sollen Ostern, Pfingsten und Weihnachten am zweiten Feiertag zum Einsatz kommen: In Sögel sind Väter von jugendlichen Ministranten als erwachsene Messdiener eingeführt worden.

Kinder und Jugendliche stehen als Messdiener am Altar – das ist das übliche Bild. Nicht so in der Gemeinde St. Jakobus Sögel. Dort gibt es neuerdings auch Vätermessdiener. „Das liegt nicht am Nachwuchsmangel“, sagt Pfarrer Bernhard Horstmann. „Die Vätermessdiener sollen überwiegend an den zweiten Feiertagen der Hochfeste Ostern, Pfingsten und Weihnachten eingesetzt werden, um die Minis und Jugendlichen zu entlasten.“

Thomas Abeln, Ralf Arents, Jens Heyers, Uwe Hoormann, Jürgen Jansen, Peter Moritz, Guido Santel, Markus Schute, Thomas Sprenkel, Andreas Terborg und Johannes Völker sind Familienväter im Alter zwischen 40 und 50 Jahren und befinden sich mitten im Berufsleben. Acht der elf Vätermessdiener stehen nach über 20 Jahren Pause erstmals wieder im Altarraum, als das Festhochamt zur Aufnahme der Minis in der St.-Jakobus-Kirche beginnt.

Sie selbst kennen sich in der Kirche bestens aus, denn fast alle waren sie als Kind schon Messdiener und später Gruppenleiter. Die Begeisterung ist auch an diesem Morgen wieder da und begleitet die frischen Vätermessdiener bei ihren Aufgaben als Kreuzträger, Kerzenträger, Altarscheller, Weihrauchschwenker oder Gabenbringer.

In den ersten Bänken sitzen 15 Minis mit ihren Messdienerleitern, die gespannt darauf warten, zur feierlichen Aufnahme aufgerufen zu werden. Vier von ihnen sind Kinder der Vätermessdiener. So auch die zehnjährige Antonia, die aufmerksam ihrem Vater beim Weihrauchschwenken zusieht und lächelt, als dieser ihr liebevoll zuzwinkert. Sie ist stolz auf ihren Vater, der ebenso stolz auf seine Tochter ist.

„Wir brauchen Bilder der Menschlichkeit"

Pfarrer Horstmann predigt von der Kraft der inneren Bilder. „Warum haben wir hier jugendliche Messdienerleiter und Vätermessdiener? Weil sie es gut finden, Kindern etwas weiterzugeben. Sie haben ein inneres Bild, das Wirklichkeit werden soll, mit der Konsequenz, sonntags früh aufzustehen, wenn andere ausschlafen können. Wir brauchen innere Bilder der Menschlichkeit, der Wertschätzung und der inneren Güte“, so Horstmann.

Nach dem Gottesdienst sitzen die kleinen und großen Messdiener mit ihren Familienangehörigen im Gemeindezentrum St. Jakobus zusammen. Es gibt Grillwurst und ein kühles Getränk. Für die Vätermessdiener darf es auch ein Bier sein. Die Männer sitzen zusammen an einem Tisch, scherzen, lachen und erinnern sich gern an die Zeit, als sie noch Kindermessdiener waren. Sie reden aber auch darüber, warum sie nun als Vätermessdiener wieder einsteigen.

„Wir waren damals gerne Messdiener, was für uns natürlich auch ein Magnet für tolle Zeltlager- und Fußballangebote war“, erzählt Andreas Terborg. Die Väter wissen, wovon sie sprechen, wenn sie sich über das veränderte Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen unterhalten. „Heute gibt es neben den kirchlichen Angeboten viele konkurrierende Freizeitangebote sowie den Ganztagsunterricht, wodurch unsere Kinder weniger Zeit haben“, bemerkt Uwe Hoormann. Der dreifache Familienvater und Religionslehrer Markus Schute macht deutlich: „Deshalb wollen wir als Vätermessdiener ein Zeichen setzen und unsere Kinder an den Hochfesten entlasten. Kirche kann nur funktionieren, wenn wir alle gemeinsam unterwegs sind und uns gegenseitig unterstützen“.

Johannes Völker will ein Vorbild sein für seine drei Kinder, die nun alle als Messdiener aktiv sind. Der ebenfalls dreifache Vater Jürgen Jansen erklärt: „Wir sind aus innerer Überzeugung motiviert, wobei uns vor allem die christlichen Werte wichtig sind, die dadurch an die Kinder weiter gegeben werden.“

Die Idee „Vätermessdiener in St. Jakobus“ sei im Frühjahr beim Zeltlager-Wiedersehenstreffen im Beisein von Pfarrer Horstmann entstanden, erinnern sich Guido Santel und Peter Moritz. Neun Mitstreiter waren bald gefunden. Und sie haben auch schon eine Idee für einen Messdienerausflug: Als sich Pfarrer Horstmann zu ihnen setzt, schlagen sie eine Romfahrt vor.

Gisela Arling

Erzbischof Seraphim errichtet offiziell rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Papenburg-Sögel

Die rumänisch-orthodoxen Gläubigen feiern seit drei Jahren ihre Gottesdienste neben Papenburg auch in unserer St. Jakobus-Kirche. Wie uns Pfarrer Marius-Daniel Matei jetzt mitteilte, ist die Gemeinschaft ab 24. Juli 2017 eine Filiale der Rumänisch-Orthodoxen Metropole für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa (KdöR) mit eigenem Amtssiegel geworden. Ihr Name lautet Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Papenburg-Sögel "St. Jakobus und St. Nektarie".

Wir freuen uns mit ihnen und wünschen Gottes Segen!

 

Bistumsstudie über kath. Kirchengemeinden im Emsland

Das Bistum Osnabrück hat eine Studie über das gesellschaftliche Wirken der kath. Kirchengemeinden im Emsland in Auftrag gegeben. Ein Berliner Institut hat hierzu eine Aufsehen erregende Studio veröffentlicht.

Der Kirchenbote hat dazu einen längeren Artikel geschrieben, zu lesen unter www.kirchenbote.de/content/das-emsland-dient-als-vorbild.

Für 10 Tage hatten Journalisten in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth Quartier genommen und begleiteten mit Video- und Fotoapparat das pastorale Leben der Hümlinger Pfarreiengemeinschaft um St. Jakobus Sögel. Bis Pfingsten waren die Journalisten in unseren Dörfern und berichteten von unserem Leben und Wirken hier. Insbesondere wurde intensiv über die Gemeinde Werpeloh berichtet, zu  lesen unter http://eindeutschesdorf.de/

Die Studie: "Von Kirchtürmen und Netzwerken. Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen" kann unter www.berlin-institut.org/publikationen/studien/von-kirchtuermen-und-netzwerken.html bestellt werden.