Eine neue "alte" Orgel für St. Jakobus

Hier können Sie sich über den aktuellen Stand der Arbeiten an der Orgel informieren. Die Fertigstellung der Orgel ist zur Mitte des Jahres 2021 geplant. Nähere Informationen zum Pfeifenpatenschafts-Projekt finden Sie hier.

 

Disposition der neuen Orgel

Die vollständige Orgel weist mit kleinen Erweiterungen gegenüber dem Ursprungsinstrument von 1886 folgende Disposition auf:

Great (I) C-a'''

 

Principal 16  (Prospekt des Vorgängerinstruments)

Bourdon 16

Open Diapason 8

Principal 8

Harmonic Flute 8

Stopped Diapason 8

Principal 4

Wald Flute 4

Fifteenth 2

Twelfth 2 2/3

Mixture III

Trumpet 8

Choir (II) C-a'''

 

Violin Diapason 8

Rohr Flute 8

Flauto traverso 4

Harmonic Piccolo 2

Larigot 1 1/3 (n)

Clarinet 8

Tremulant

 

 

 

 

 

Swell (III) C-a'''

 

Lieblich Bourdon 16

Open Diapason 8

Salicional 8

Lieblich Gedact 8

Voix celeste 8 (ab c°)

Principal 4 (n)

Gemshorn 4

Nazard 2 2/3 (n)

Fifteenth 2

Tierce 1 3/5 (n)

Mixture III

Cornopean 8

Oboe 8

Tremulant

 

Pedal C-f'

 

Resultant 32 (n)

Principal Bass 16 (Tr.)

Open Diapason 16

Bourdon 16

Principal 8

Bass Flute 8

Octave Flute 4 (n)

Trombone 16 (n)

Tromba 8 (n)

 

 

 

 

 

08.03.2021

Die Öffnung für den Trakturkanal ist freigelegt. Hier führen später die Abstrakten - dünne Holzstäbchen - entlang, die die Bewegung der Tasten mechanisch an das Wellenbrett weiterleiten. Auch sind vom Elektriker die Kabel für Stromanschluss, Lampenschaltung und Telefon gelegt worden.

28.02.2021

Die Wellenbretter sind an ihrem Ort. Sie verteilen später die Spielimpulse in die Orgel.

Es wird langsam enger im Turm...

Nun sieht es auch im Instrument langsam "nach Orgel aus". Die größten Pfeifen, die hinten im Turm stehen, sind an ihrem Platz. Diese gehören zum Register "Open Wood 16".

04.12.2020

Sehr schön anzusehen sind diese Pfeifen aus bronciertem Zink. Leider verschwinden sie später im Inneren der Orgel.

Etwas ganz Besonderes sind die dreieckigen Holzpfeifen, die zur "Flauto traverso" des Choir gehören.

Die ersten Pfeifen stehen an ihrem Platz. Typisch für den englischen Orgelbau sind die Ringe an den Pfeifenmündungen, über die später gestimmt wird.

Die Windkanäle, in denen die Luft vom Balg zu den Laden fließt, sind montiert. Hier ist es sehr wichtig, die Abzweigungen richtig anzulegen, da es sonst später beim Spielen zu störenden Geräuschen und unruhigen Tönen kommt.

Die Windladen, in denen sich die Ventile befinden und auf denen die Pfeifen stehen, werden positioniert.

Der Motor, der mit einem Schleudergebläse verbunden ist, ist an seinem Platz. Dieser beliefert den Balg später mit dem sogenannten Wind.

29.8.2020

Die Windladen, auf der später die Pfeifen stehen, liegen nun an ihrem neuen Ort.

Im Turmzimmer wurden der Balg und die Windladen für das Pedal positioniert.

Der Prospekt, die Schauseite der Orgel, wurde gereinigt und die Pfeifen des Prinzipal 16' von Schmutz befreit.

15.08.2020

Windladen und Holzpfeifen wurden auf den Emporenboden gebracht.

Die erste Lieferung der historischen Pfeifen erreicht die Kirche.

Der Emporenboden wurde nun wieder verschlossen und mit einem neuen Boden versehen.

Eine Öffnung für eine ehemals vorhandene Wendeltreppe machen eine Verstärkung des Bodens erforderlich.

Auch eine Zeitung aus dem Jahr 1961 kam zum Vorschein.

Noch ist das Orgelgehäuse leer.

Das Orgelbauprojekt

Schon seit den 1980er Jahren gibt es Klagen über die Störanfälligkeit der alten Orgel. Diese war erst 1961 erbaut worden, jedoch unter Verwendung vieler zeittypischer Kunststoffe. Ein Erhalt des Instrumentes war nach dem Urteil des zuständigen Orgelsachverständigen aufgrund von materialtechnischen Mängeln nicht zu empfehlen. Im Jahr 2019 wurde die alte Orgel daher an eine polnische Gemeinde verkauft, wo sie in umgebauter Form wieder aufgestellt wird. Das äußere Erscheinungsbild der alten Orgel war bei der letzten Kirchenrenovierung im Jahr 1988 verändert worden: ein neues Gehäuse sowie neue Frontpfeifen (Prospektpfeifen) wurden gebaut. Da beides in handwerklich guter Qualität ausgeführt wurde, verbleiben diese Teile in Sögel und werden in die neue Orgel integriert.

 

Für die neue Orgel werden historische Teile einer englischen Orgel aus Manchester verwendet, die vom Orgelbauer Jardine 1886 errichtet wurde. Das neue Sögeler Instrument wird sich daher durch einen besonders warmen Klang auszeichnen. Durch die obigen Entscheidungen belaufen sich die Kosten des Projekts auf noch 275.000 Euro. (Zum Vergleich: Für ein Orgelbauprojekt gleicher Größe wurde vor einigen Jahren in einer Stadtkirche der näheren Umgebung über 900.000€ veranschlagt.)

Die Arbeiten in Sögel werden durch den Orgelbauer Schulte aus Kürten im Bergischen Land ausgeführt. Diese Firma ist seit längerer Zeit auf die Wiederaufstellung und den Umbau von englischen Orgeln spezialisiert.